43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

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9. Rostocker Stummfilmnacht

9. Rostocker Stummfilmnacht

 

Der General

 

Erstaufführung: 1926, USA, Stummfilm, s/w, Länge: 78 min

Regie: Buster Keaton, Drehbuch: Clyde Bruckmann, Kamera: Bert Haines, J. Devereux Jennings, Produktion: Joseph Schenck, Schnitt: Buster Keaton 

Darsteller/ Rollen

Buster Keaton: Johnny Gray

Marion Mack: Annabelle Lee

Charles Henry Smith: Annabelles Vater

Frederick Vroom: General der Konförderierten

Joe Keaton: General der Unionstruppen 

Inhalt

Die Geschichte des Stummfilms ist nach der literarischen Vorlage The Great Locomotive Chase von William Pittenger gestaltet, die wiederum auf einer wahren Begebenheit während des amerikanischen Bürgerkrieges (1861-1865) basiert.

Durch Nordstaaten-Truppen werden die geliebte Frau und die geliebte Lokomotive des Südsstaatlers Johnny Gray entführt. Um beide zurückzugewinnen, durchbricht der Lokomotivführer die feindlichen Linien und bringt einen Angriff der Nordstaaten zum Scheitern. Es beginnt eine der längsten, aufwendigsten und komischsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte.

Buster Keatons Der General zeichnet sich nicht nur durch Witz und Originalität, sondern auch durch seine Bemühung um historische Authentizität aus. Der Krieg dient nicht als Hintergrund, sondern ist ein vollwertiger Teil der Handlung und wird von Keaton in seiner ganzen destruktiven Logik entlarvt. Der Filmemacher sagte am Ende seines Lebens, dass ihn Der General mehr als jedes andere seiner Werke mit Stolz erfülle. Ohne feststehendes Drehbuch wurden sowohl Handlung als auch Gags des Films im Laufe des Drehprozesses entwickelt und improvisiert, was dem Film seine Leichtigkeit verleiht.

„Der Film sprüht vor Situationskomik, Slapstick und waghalsigen Stunts - alle mit Buster Keaton selbst gedreht -, er enthält wunderbare Spannungsbögen und einen Schuss Melancholie, Kennzeichen der unverwechselbaren Schauspielkunst Buster Keatons.“ (Deutsches Filminstitut Wiesbaden)

Biographie

Buster Keaton (eigentlich Joseph Francis Keaton) wurde am  4. Oktober 1895 in Piqua, Kansas, USA, geboren und starb am 1. Februar 1966 in Woodland Hills, Kalifornien. Er war Schauspieler, Komiker und Regisseur.

Keaton zählte neben Charles Chaplin und Harold Lloyd zu den erfolgreichsten Komikern der Stummfilmzeit. Wegen seines bewusst ernsten, stoischen Gesichtsausdrucks wurde er „The Great Stoneface“ und „Der Mann der niemals lachte“ genannt. Ein weiteres Markenzeichen ist sein pork pie hat, ein runder, flacher Hut aus Filz.

Durch sein akrobatisches Talent machte er schon als Kind Karriere im Vaudeville (revueartige, lose Folge von Musik-, Tanz- und Akrobatiknummern), ehe er mit einundzwanzig Jahren in komödiantischen Filmen des amerikanischen Regisseurs Roscoe Arbuckle auftrat. Drei Jahre später begann er mit der Produktion eigener, sehr erfolgreicher Komödien. Mit The Navigator gelang ihm 1924 der Durchbruch und der Anschluss zu den beliebtesten Komikern seiner Zeit, Chaplin und Lloyd.

Im Zuge des finanziellen Misserfolgs seines aufwendigen Films The General wurde Keaton 1928 Schauspieler bei MGM. 1933 wurde er, mittlerweile alkoholkrank, aufgrund anhaltender Konflikte mit dem Firmenvorstand gekündigt und geriet in Vergessenheit. In den 1950er Jahren begann die Wiederentdeckung und Würdigung seiner technisch innovativen Stummfilmkomödien, die heute zu den bedeutendsten Werken der Filmgeschichte gezählt werden.

 

 

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Der General



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