43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

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43. Rostocker Stummfilmnacht

am 16..12.2017 in der Nikolaikirche Rostock

 

Gezeigt wird der Stummfilm „Die weiße Hölle von Piz Palü“ (1929) von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

 

Erstaufführung: 1929 in Wien, Stummfilm, s/w, Länge: 139 min

Regie: Arnold Fanck, Georg Wilhelm Pabst
Drehbuch: Arnold Fanck, Ladislaus Vajda
Kamera: Sepp Allgeier, Richard Angst, Hans Schneeberger
Schnitt: Arnold Fanck, Hermann Haller

Darsteller / Rollen:
Gustav Diessl: Dr. Johannes Krafft
Leni Riefenstahl: Maria Maioni
Ernst Petersen: Hans Brandt
Otto Spring: Christian Klucker
Ernst Udet: Flieger
Kurt Gerron: Mann in der Bar

Inhalt
Hans und Maria sind so begeistert vom Bergsteigen, dass sie die Alpen als Ziel für ihre Hochzeitsreise auswählen. In einer romantischen Berghütte treffen sie auf Johannes Krafft, der vor Jahren seine Frau bei einer Bergtour auf dem Piz Palü verloren hat. Seitdem findet er keine Ruhe mehr. Zusammen beschließen die drei den Bann zu brechen und den Piz Palü erneut zu besteigen. Aber lässt der Berg sich bezwingen? Beide Männer verletzen sich bei dem gefährlichen Vorhaben. Ein Abstieg ist mit Einbruch der Nacht nicht mehr möglich und den Bergsteigern bleibt nur übrig, in eisiger Kälte auf Rettung zu hoffen.

Die weiße Hölle vom Piz Palü setzt damals neue Maßstäbe im Berg-, Sport- und Naturfilm. Hervorragende Naturaufnahmen von der Gletscherlandschaft umrahmen die dramatische Geschichte um das Schicksal der Bergsteiger. Fanck hat mit Georg Wilhlem Pabst einen Co-Autor gefunden, der viel vom Spannungsaufbau im Film versteht. Die junge Leni Riefenstahl lernt bei Fanck den Umgang mit der Kamera. Aus dem Bergfilm stammt ihre Vorliebe für ungewöhnliche Perspektiven, die sie später erfolgreich in ihrer Arbeit zugunsten der nationalsozialistischen Propaganda einsetzt.

Kurzbiographie
Arnold Fanck wurde 1889 in Frankenthal als Sohn eines Industriellen geboren. Bevor er sich dem Film zuwandte, studierte er Geologie und promovierte 1929 auch in diesem Fach.
1913 dokumentierte er in beeindruckender Weise die Besteigung des Monte Rosa und galt seitdem als Pionier des Berg-, Sport-, Ski- und Naturfilms. Seine große Stärke waren sehr authentische Naturaufnahmen aus ungewöhnlichen Kameraperspektiven.
1920 gründete Arnold Fanck zusammen mit anderen die „Berg- und Sportfilm GmbH Freiburg“. Fest zu seinem Team gehörten mit Sepp Allgeier und Hans Schneeberger zwei weitere Kamerapioniere des Bergfilms, die später auch zum Team von Leni Riefenstahl zählten.
Von 1924 bis 1932 produzierte er erfolgreiche Bergfilme wie: Der Berg des Schicksals (1924), Der heilige Berg (1926), Die weiße Hölle vom Piz Palü (1928), Der weiße Rausch (1931) und SOS Eisberg (1932). 1933, zu Beginn des Nationalsozialismus (NS), lehnte Arnold Fanck zunächst die Zusammenarbeit mit dem Propagandaministerium ab. Er geriet dadurch in große ökonomische Schwierigkeiten. Mit der Produktion von Kulturfilmen entschied er sich schließlich zur Zusammenarbeit mit der faschistischen Propaganda und trat 1940 in Hitlers Nationalsozialistische Partei ein.
Sein Wirken während der NS-Zeit verhinderte nach dem Zweiten Weltkrieg einen Neuanfang. Arnold Fanck erhielt kaum noch Chancen, Filme umzusetzen. Er verstarb 1974 fast mittellos in Freiburg.

Veranstaltungsort

Nikolaikirche Rostock
Bei der Nikolaikirche 1
18055 Rostock
www.rostocker-stummfilmnacht.de

Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:00 Uhr

Vorverkaufsende: Freitag, 16.12.2017, 16.00 Uhr

Veranstalter

Juni Media GmbH & Co. KG

 

am 16..12.2017 in der Nikolaikirche Rostock

Gezeigt wird der Stummfilm „Die weiße Hölle von Piz Palü“ (1929) von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst



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