43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

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4. Rostocker Stummfilmnacht

4. Rostocker Stummfilmnacht

 

„Moderne Zeiten“, 1936, von Charlie Chaplin

 

Stab

Regie, Dehbuch, Produktion, Musik: Charlie Chaplin

Kamera: Roland Totheroh, Ira Morgan

Uraufführung: 06.02.1936, USA

Darsteller / Rollen

Charlie Chaplin: Arbeiter Charlie

Paulette Goddard: Gamine

Stanley S. Sanford: Big Bill

Chester Conklin: Mechaniker

Cecil Reynolds: Gefängnispfarrer

Henri Bergmann: Cafébesitzer

Louis Natheaux: Einbrecher

Allan Garcia: Chef des Stahlkonzerns

Inhalt

Der kleine Tramp versucht sein Glück als Arbeiter in einer Fabrik, in der verrückte Erfindungen wie die Mitarbeiter-Füttermaschine die einstündige Mittagspause auf 15 Minuten reduzieren soll. Als er seinen Job verliert und auf der Straße landet, tut er sich mit einem obdachlosen Mädchen (Paulette Goddard) zusammen, um nach besseren Zeiten und einer Lohntüte Ausschau zu halten. Kein Glück hat er als Knastbruder, Rollschuh fahrender Nachtwächter oder als urkomischer, Nonsens singender Kellner. Am Ende gehen der Tramp und das Mädchen Arm in Arm unsicheren Zeiten entgegen. Wir wissen zwar, dass sie die Seligkeit nicht gefunden haben, und Lohntüten bekommen sie auch nicht - dafür aber einander. "Moderne Zeiten" ist und bleibt eine zeitlose Satire (Weltbild.de).

Kritik

Modern Times gilt heute als einer der besten 100 Filme aller Zeiten. Der Film ist eine bissige Satire und gleichzeitig einer der besten Dokumentarfilme der amerikanischen 30er Jahre. Denn obwohl er eigentlich ein fiktiver Film ist, beschreibt er durch scharfsinnigen Humor die Umstände seiner Zeit, die Folgen und Probleme der Industrialisierung aufs Genaueste: Die Menschen in der Fabrik wirken völlig automatisiert, die außerhalb leiden unter Hunger, Armut und Streiks.

Der Tonfilm war zwar bereits seit Ende der 20er Jahre bekannt, doch Chaplin entschied sich bei Modern Times für eine Version ohne Dialoge. Der Tramp blieb stumm und hatte seinen letzten Leinwandauftritt. „Ich wusste, dass ich in den Tonfilmen viel von meiner Eloquenz verlieren würde“, sagte Chaplin 1967 in einem Interview. „Ich würde niemals meinen Tramp wieder auferstehen lassen. Er könnte nicht sprechen – wüsste nicht, was für eine Art Stimme er haben sollte.“

Biographie

Charlie Chaplin stammte aus London und trat bereits als Kind in Varietés und Weihnachtsmärchen auf. 1913 wurde er durch den amerikanischen Regisseur Mack Sennett für den Film entdeckt. Bereits in Kid Auto Races at Venice (Seifenkistenrennen in Venice, 1914) entwickelte er das in Folge typische Erscheinungsbild des liebenswert-skurrilen Vagabunden mit weiten Hosen, übergroßen Schuhen, Melone und Bambusstöckchen. Diese Rolle spielte er in über 70 Filmen, u. a. in The Tramp (1915). Die Figur des Tramps, der sich gegen die Widrigkeiten der Welt zur Wehr setzen muss, wurde sowohl in der Stummfilmzeit als auch später im Tonfilm zu einer Ikone der Filmgeschichte, die zunehmend mit ihrem Schöpfer und Darsteller identifiziert wurde.

1918 richtete sich Chaplin ein eigenes Studio in Hollywood ein. Er entwickelte eine neue, enorm publikumswirksame Form der Slapstick-Komödie. 1919 zählte er zu den Mitbegründern der United Artists Corporation, deren Teilhaber er bis 1952 war. Chaplin trat meist zugleich als Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller in Erscheinung, so z.B. in The Kid (1921), The Pilgrim (1923), The Gold Rush (1925), The Circus (1928), City Lights (1931), Modern Times (1936) und The Great Dictator(1940). Oft komponierte er auch die Hintergrundmusik für seine Filme.

Während der McCarthy-Ära geriet Chaplin in den USA aufgrund seiner politischen Anschauungen in Schwierigkeiten und übersiedelte deshalb 1952 in die Schweiz. Er erhielt u.a. Auszeichnungen 1972 einen Oscar für sein Lebenswerk und wurde 1975 geadelt. Am 25. Dezember 1977 starb Charlie Chaplin in Corsier-sur-Vevey (Schweiz)

 

4. Rostocker Stummfilmnacht

„Moderne Zeiten“, 1936, von Charlie Chaplin



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