43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

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35. Rostocker Stummfilmnacht

am 17.12.2015 in der Nikolaikirche

 

Ein andalusischer Hund

 

EIN ANDALUSISCHER HUND

Erstaufführung: 1929 in Paris, Stummfilm, s/w, Länge: 16 min

Regie: Luis Buñuel
Drehbuch: Luis Buñuel und Salvador Dalí
Kamera: Albert Duverger
Schnitt, Produktion: Luis Buñuel

INHALT

Darsteller / Rollen: Pierre Batchef: Mann Simone Mareuil: Frau

„Ein andalusischer Hund“ des spanischen Künstler Luis Buñuel und
Salvador Dalí gilt als der erste surrealistische Film.
Mit der Aneinanderreihung von irrealen Bildern und Szenen
widersetzt sich das Werk einer les - und interpretierbaren Erzählstruktur.
Die Regisseure lehnten jede rationale Erklärung ab. Das Drehbuch
wurde mit der Technik des automatischen Schreibens verfasst.
Frühere Aufführungen lösten einen Skandal aus - mehrere Sequenzen des
Films wurden von den Zuschauern zu jener Zeit als schockierend empfunden.


DIE AUGEN DER MUMIE MA

Erstaufführung: 1918 in Berlin, Stummfilm, s/w, Länge: 63 min

Regie, Schnitt: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Hanns Kräly
Kamera: Alfred Hansen
Produktion: Paul Davidson

INHALT

Darsteller / Rollen:
Pola Negri: Ma
Emil Jannings: Radu
Harry Liedtke: Wendland, ein Maler

Unter den europäischen Gästen eines ägyptischen Hotels lösen die
Erzählungen über die vermeintlich lebenden Augen der Mumie
Ma Schauder, aber auch Skepsis aus.
Ein unerschrockener Künstler will der Geschichte auf den
Grund gehen und lernt dabei die schöne Ma und ihre Geschichte kennen.
Der in vier Akte unterteilte Film war das erste dramatische Werk des
deutschen Regisseurs Ernst Lubitsch. Durch einen sehr flüssigen Erzählstil und
ironische Verweise wird die Betrachtung zu einem unterhaltsamen Vergnügen.

KURZBIOGRAPHIEN

Luis Buñuel

Der Künstler und Regisseur wurde 1900 in Calanda, Spanien geboren.
Er verbrachte seine Kindheit in einem streng katholischen
Jesuiten-Kollegium in Saragossa. Nach einem abgebrochenen Studium
zog er 1925 nach Paris, wo er an der Académie du Cinéma Schüler
und Hilfsregisseur Jean Epsteins wurde. Zusammen mit Salvador Dalí
drehte er die avantgardistischen Filme »Un chien andalou« und »L'Age d'Or«,
zwei Meilensteine der Filmgeschichte. Über die USA gelangte Buñuel 1948
nach Mexiko, wo er nach einer schwierigen Zeit den Großteil seiner Filme
drehte. Für sein einflussreiches Werk, das sich nie ganz von den
surrealistischen Wurzeln löste, wurde er mit zahlreichen Preisen
ausgezeichnet, unter anderem mit dem Oscar für
»Le Charme Discret de la Bourgeoisie«.
Buñuel starb 1983 in Mexiko-Stadt (Joseph Kessel, Belle de Jour, 2011).

Ernst Lubitsch

Der 1892 in Deutschland geborene Ernst Lubitsch begann
seine Karriere als Filmschauspieler 1913 bei der deutschen
„Bioscop GmbH“. Ab 1917 arbeitete er erfolgreich als Regisseur
und Produzent und wurde bekannt mit den
Filmen „Madame Bubarry“ (1919), „Anna Boleyn“ (1920),
„Die Berkatze“ (1921). Der Wechsel nach Hollywood im Jahr 1923
brachte ihm internationalen Ruhm. Hier drehte er eine Reihe von
Gesellschaftskomödien mit Partnern wie Marlene Dietrich ( „Angel“, 1937)
und Greta Garbo ( „Ninotchka“, 1939),  die weltweit zu Filmklassikern wurden.
Auf die strenge Zensur jener Zeit reagierte Lubitsch mit einer Technik der
Andeutungen, Aussparungen und des indirekten Kommentars.
Sie ging als Lubitsch-Touch in die Filmgeschichte ein und prägte die
Entwicklung der amerikanischen Filmkomödie. Über die Komik näherte
sich Lubitsch auch politischen Themen.
In der Polit-Satire „To be or not to be“ rechnet er 1937 mit dem
Nationalsozialismus ab. Für sein gesamtes Lebenswerk wurde
Ernst Lubitsch im März 1947 mit drei Oscars geehrt.

 

am 17.12.2015 in der Nikolaikirche

Ein andalusischer Hund



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