43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

Tickets kaufen

31. Rostocker Stummfilmnacht

am 13.12.2014 in der Nikolaikirche

 

KOHLHIESELS TÖCHTER

 

 

KOHLHIESELS TÖCHTER

Erstauührung: 1920 in Berlin,
Stummlm, s/w, Länge: 63 min
Regie: Ernst Lubitsch,
Drehbuch: Hanns Kräly, Ernst Lubitsch,
Kamera: Theodor Sparkuhl,
Produktion Messter-Film GmbH
Darsteller / Rollen:
Henny Porten: Liesel und Gretel Kohlhiesel,
Emil Jannings: Peter Xaver,
Gustav von Wangenheim: Paul Seppl,
Jakob Tiedtke: Vater Kohlhiesel,
Willy Prager: Händler
INHALT:
Der Kohlhiesel-Wirt in den bayrischen Alpen hat zwei Töchter. Die jüngere, Gretel, ist hübsch und adrett, die ältere Liesel dagegen grantig und boshaft. Gretel kann sich vor Verehrern nicht retten, aber Kohlhiesel will unbedingt zuerst die ältere Tochter an den Mann bringen. Also sinnt Xaver, der Gretel anbetet, auf eine List.
Er könnte zuerst die Liesel heiraten um sich dann wieder von ihr scheiden zu lassen, um Gretel zur Frau zu nehmen. Doch da hat er sich in Liesel verrechnet…
Zur Entstehungszeit von „Kohlhiesels Töchter“ stand Ernst Lubitsch auf dem Zenit seiner "deutschen" Karriere.
Das Filmlustspiel nach dem Bauernschwank von Lubitschs ständigem Koautor Hanns Kräly wurde zu einem der größten Kinoerfolge der Weimarer Zeit.
Der große Anklang beim Publikum führte zu einigen Remakes: 1930 inszenierte Hans Behrendt eine erste Tonlmversion, ebenfalls mit Henny Porten. 1943 folgte Kurt Homanns Fassung mit Heli Finkenzeller und 1962 mimte Lilo Pulver unter der Regie von Axel von Ambesser die Töchter.
KURZBIOGRAPHIE:
Der 1892 in Deutschland geborene Ernst Lubitsch war einer der größten Schauspieler und Regisseure des frühen deutschen Films. Bis zu seinem Tod im Jahr 1947 hat er an über 80 Filmen mitgewirkt. Lubitschs Karriere als Filmschauspieler und Komiker beginnt 1913 bei der deutschen Bioscop GmbH.
Ab 1917 arbeitet er erfolgreich als Regisseur und Produzent. Die Historienlme „Madame Bovary “ und „Anna Boleyn“ entstehen 1919 und 1920. Sein wirtschaftlich erfolgreichster Film war die 1920 veröentlichte Komödie „Kohlhiesels Töchter“.
Der Wechsel nach Hollywood im Jahr 1923 bringt dem Regisseur internationalen Ruhm. Hier dreht er eine Reihe von Gesellschaftskomödien – mit Partnern wie Marlene Dietrich ( „Angel“, 1937) und Greta Garbo ( „Ninotchka“, 1939) – die weltweit zu Filmklassikern werden.
Mit Rücksicht auf die strenge Zensur jener Zeit entwickelt Ernst Lubitsch eine ironische Technik der Andeutungen, Aussparungen und des indirekten Kommentars, die als Lubitsch-Touch in die Filmgeschichte eingeht und mit der er die weitere Entwicklung der amerikanischen Filmkomödie stark prägt.
Über die Komik nähert er sich auch politischen Themen. In seiner Aufsehen erregenden Polit-Satire „To be or not to be“ rechnet er 1937 mit dem Nationalsozialismus ab. Das NS-Regime hat ihm 1935 auf Grund seiner jüdischen
Religionszugehörigkeit die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen.
Für sein gesamtes Lebenswerk und vor allem für die innovative Regieführung bei all seinen Filmen wird Ernst Lubitsch im März 1947 mit drei Oscars geehrt.

 

 

am 13.12.2014 in der Nikolaikirche

KOHLHIESELS TÖCHTER



Dieses Plakat zum PDF Download