43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

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3. Rostocker Stummfilmnacht

3. Rostocker Stummfilmnacht

 

„Schuhpalast Pinkus“ 1916, von Ernst Lubitsch

 

Stab

Regie: Ernst Lubitsch

Dehbuch: Hanns Kräly, Erich Schönfelder

Produktionsfirma: Projektions-AG "Union" (PAGU), Berlin

Produzent: Paul Davidson 

 

Rollen / Darsteller

Sally Pinkus / Ernst Lubitsch

Meyersohn / Guido Herzfeld

Melitta Hervé / Else Kenter

Lehrer / Hanns Kräly

Schuhmacher / Erich Schönfelder

Lehrmädchen / Ossi Oswalda

 

Uraufführung: 09.06.1916, Berlin (Ufa-Theater)

 

Inhalt

Bereits in der Schule zeichnet sich Sally Pinkus alias Ernst Lubitsch weniger durch Fleiß aus, als vielmehr durch seine Angewohnheit, jedem weiblichen Wesen nachzustellen. Er muss die Schule verlassen und beginnt eine Lehre im Schuhgeschäft. Hier flirtet Frauenschwarm Sally mit der Tochter des Chefs und den Kundinnen – was abermals zum Rauswurf führt. Nach zahlreichen Kapriolen gewinnt er das Herz einer Dame, die ihm einen Kredit gewährt. Jetzt kann Sally endlich zeigen, was er draufhat. Der Schuhsalon Pinkus, den er von dem Geld eröffnet, wird ein Riesenerfolg, und schon bald kann er das Darlehen zurückzahlen. Aber wenn er es recht bedenkt: Warum das Geld zurückzahlen? Kurzerhand macht er der Sponsorin einen Antrag.

 

"Einen wirklich lustigen Film brachten in dieser Woche die Uniontheater heraus. … Der Film ist von Anfang bis Ende voll Humor und enthält eine Fülle von Szenen, über die man vorbehaltlos lachen kann. Hans Kräly und Ernst Schönfelder, die als Verfasser zeichnen, haben da für Lubitsch eine Bombenrolle geschrieben, der er in allen Szenen in drolligster Weise gerecht wird. Auch der Regisseur Lubitsch verdient Lob." Der Film, 17.6.1916

 

Ernst Lubitsch

Der 1892 in Deutschland geborene und im jüdischen Glauben erzogene Ernst Lubitsch war einer der größten Komiker und Komödienregisseure des frühen deutschen Films. Bis zu seinem Tod im Jahr 1947, der sich im November 2007 zum 60sten mal jährt, hat er an über 80 Filmen mitgewirkt.

Ernst Lubitschs Karierre als Filmschauspieler beginnt 1913 bei der deutschen Bioscop GmbH. Ab 1917 arbeitet er ebenfalls sehr erfolgreich als Regisseur und Produzent – vor allem, weil es ihm an ausreichend guten Rollenangeboten mangelt.

Internationalen Ruhm erntet Ernst Lubitsch nach dem Wechsel nach Hollywood. Hier dreht der junge Regisseur ab 1923 eine Reihe von Gesellschaftskomödien – mit Partnern wie Marlene Dietrich („Angel“, 1937) und Greta Garbo („Ninotchka“, 1939) – die weltweit zu Filmklassikern werden.

Mit Rücksicht auf die strenge Zensur jener Zeit entwickelt Ernst Lubitsch eine ironische Technik der Andeutungen, Aussparungen und des indirekten Kommentars, die als "Lubitsch Touch" in die Filmgeschichte eingeht und mit der er die weitere Entwicklung der amerikanischen Filmkomödie stark prägt.

Über die Komik nähert sich Ernst Lubitsch auch politischen Themen. So rechnet er in seiner Aufsehen erregenden Polit-Satire „To be or not to be“ 1937 mit dem Nationalsozialismus ab. Das NS-Regime hat ihm 1935 auf Grund seiner jüdischen Religionszugehörigkeit die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen.

Für sein gesamtes Lebenswerk und vor allem für die innovative Regieführung bei all seinen Filmen wird Ernst Lubitsch im März 1947 mit drei Oscars geehrt. Seit 1957 wird vom Club der Berliner Filmjournalisten jährlich der nach ihm benannte Ernst-Lubitsch-Preis für die beste komödiantische Leistung im deutschen Film verliehen.

 

 

 

3. Rostocker Stummfilmnacht

„Schuhpalast Pinkus“ 1916, von Ernst Lubitsch



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