43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

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28. Rostocker Stummfilmnacht

Anna Boleyn

 

am 20.12.2013 in der Nikolaikirche zu Rostock - Beginn 20 Uhr

 

Anna Boleyn

 

Erstaufführung: 1920, Stummfilm, s/w, Länge: 118 min

Regie: Ernst Lubitsch, Drehbuch: Hanns Kräly, Fred Orbing, Kamera: Theodor Sparkuhl Produktion: Paul Davidson

 

Darsteller / Rollen

Emil Jannings: Heinrich VIII., Henny Porten: Anna Boleyn, Hedwig Pauly-Winterstein: Königin Katharina, Ludwig Hartau: Herzog von Norfolk

 

Inhalt:

 

König Heinrich VIII. wird durch einen Zwischenfall auf die hübsche Hofdame

Anna Boleyn aufmerksam. Er umwirbt sie mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen. Anna, die anfangs an der Beziehung zu ihrem Jugendfreund Heinrich Norris festhält, willigt ein, als Heinrich VIII. ihr schließlich die Krone anbietet. Die königliche Ehe wird gegen den erbitterten Widerstand der Königin Katharina und des Papstes geschieden. Anna wird nach einer prunkvollen Hochzeit die neue Königin. Aber als sie anstatt des von Heinrich erhofften Thronfolgers eine Tochter zur Welt bringt, wendet sich das Blatt. Sie muss das Schlimmste befürchten, während Heinrich VIII. bereits seine nächste Trauung vorbereitet.

 

Lubitsch gelang mit dem Historienfilm in 6 Akten der Durchbruch als Regisseur. Im seinem Film holte er die historischen Gestalten vom Sockel und zeigte sie als menschliche Wesen mit Stärken und Schwächen. Das brachte ihm die Gunst des Publikums ein. Von der zeitgenössischen Kritik wird besonders die darstellerische Leistung von Emil Jannings als Heinrich VIII. gelobt.

 

Kurzbiographie  Ernst Lubitsch

 

Der 1892 in Deutschland geborene Ernst Lubitsch war einer der größten Schauspieler und Regisseure des frühen deutschen Films. Bis zu seinem Tod im Jahr 1947 hat er an über 80 Filmen mitgewirkt.

Lubitschs Karriere als Filmschauspieler und Komiker beginnt 1913 bei der deutschen Bioscop GmbH. Ab 1917 arbeitet er erfolgreich als Regisseur und Produzent. Die Historienfilme Madame Bovary und Anna Boleyn entstehen 1919 und 1920.

Der Wechsel nach Hollywood im Jahr 1923, bringt dem Regisseur internationalen Ruhm. Hier dreht er eine Reihe von Gesellschaftskomödien – mit Partnern wie Marlene Dietrich (Angel, 1937) und Greta Garbo (Ninotchka, 1939) – die weltweit zu Filmklassikern werden.

Mit Rücksicht auf die strenge Zensur jener Zeit entwickelt Ernst Lubitsch eine ironische Technik der Andeutungen, Aussparungen und des indirekten Kommentars, die als Lubitsch-Touch in die Filmgeschichte eingeht und mit der er die weitere Entwicklung der amerikanischen Filmkomödie stark prägt.

Über die Komik nähert er sich auch politischen Themen. In seiner Aufsehen erregenden Polit-Satire To be or not to be rechnet er 1937 mit dem Nationalsozialismus ab. Das NS-Regime hat ihm 1935 auf Grund seiner jüdischen Religionszugehörigkeit die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen.

Für sein gesamtes Lebenswerk und vor allem für die innovative Regieführung bei all seinen Filmen wird Ernst Lubitsch im März 1947 mit drei Oscars geehrt.

 

Anna Boleyn

am 20.12.2013 in der Nikolaikirche zu Rostock - Beginn 20 Uhr



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