43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

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21. Rostocker Stummfilmnacht

Metropolis - "restaurierte Fassung" - begleitet auf der Orgel von Dirk Wüstenberg

 

am 17.02.2012 um 20.00 Uhr
in der Nikolaikirche Rostock

 

Erstaufführung: 1927 in Deutschland, Stummfilm, s/w,
Länge: 139 min
Regie: Fritz Lang,
Drehbuch: Fritz Lang, Thea von Harbou,
Kamera: Carl Freund, Günther Rittau. Walter Ruttmann
Bauten: Otto Hunte, Erich Kettelhut, Karl Vollbrecht, Walter Schultze-Mittendorf;
Produktion: Erich Pommer

Darsteller / Rollen

Alfred Abel: Joh Fredersen
Gustav Fröhlich: Freder Fredersen
Brigitte Helm: Maria
Rudolf Klein-Rogge: Rotwang
Fritz Rasp: Der Schmale
Theodor Loos: Josaphat
Heinrich George: Grot, erster Werkmeister der Herz-Maschine
Erwin Biswanger: Der Arbeiter Nr. 11811
Grete Berger: Arbeiterin


Inhalt

Im Mittelpunkt dieses Stummfilmklassikers steht die futuristische, titelgebende Stadt „Metropolis“. Der Erbauer, Joh Fredersen, sitzt als ihr  „Hirn“ im„Neuen Turm Babel“ und kontrolliert von dort aus das Geschehen. Für Fredersen sind Menschen nur noch Teil der Arbeitsmaschine, nur noch „Hände“, die sein Werk zur Perfektion bringen und aufrechterhalten sollen. Die Bevölkerung von Metropolis lebt in einer streng getrennten Klassengesellschaft: die Arbeiter schuften unter der eigentlichen Stadt und wohnen in unterirdischen Massenunterkünften, wo es keine Sonne und keine Freude gibt. Die Reichen und Mächtigen residieren hoch über dem Boden von Metropolis. Sie vergnügen sich in den „Yoshiwara “ genannten Amüsiervierteln und im „Club der Söhne“. Hier verbringt auch Freder Fredersen, Joh Fredersens einziger Sohn, seine Tage. Bis er beschließt, in die Arbeiterstadt hinabzusteigen, um dort die engelsgleiche Maria zu suchen, die den Arbeitern mit ihren Predigten von Liebe und Klassenlosigkeit Hoffnung schenkt. Als Freder die Lebensverhältnisse der Arbeiter sieht und Marias Predigt hört, ist er erschüttert.  Er möchte zu den Arbeitern gehören.  Joh Fredersen beauftragt daraufhin den Erfinder Rotwang, Maria zu töten. Rotwang, der Joh Fredersen feindlich gesonnen ist, erschafft eine künstliche Maria, die zu Kampf und Zerstörung aufruft. Die Arbeiter revoltieren und verwüsten die Arbeiterstadt. Aber sie müssen erkennen, dass sie damit ihre Kinder und sich selbst in Gefahr bringen.
Metropolis wird durch einen großen Aufwand an Statisten, Kulissen und durch eine beeindruckende Tricktechnik perfekt inszeniert. Neben der dystopischen Riesenstadt mit ihren Sklavenarbeitern wurden in „Metropolis“ erstmals im Kino Roboter, Flugautos und Bildtelefone gezeigt. Die zwischen den Hochhäusern dahinströmenden Fahrzeuge wurden mittels Stop-Motion-Technik in Bewegung gebracht. Gezeigt wird die Originalversion mit den 2008 aufgefundenen lange vermissten und nun integrierten Szenen.


Fritz Lang

Am 5. Dezember 1890 wird Fritz Lang als Sohn des Architekten Anton Lang und dessen Frau Paula (geb. Schlesinger) in Wien geboren.
In den Jahren 1921-1929 dreht Lang seine bedeutendsten Stummfilme. Er bedient sich dabei expressionistischer Stilelemente der Raumgestaltung und der Bildsprache, gleichzeitig thematisiert Lang immer wieder Fragen der Massenpsychologie und die Umsetzung von Zeitatmosphäre in seinen Filmen.
Der 1921 entstandene Stummfilm "Der müde Tod" etabliert Lang in der internationalen Filmwelt.  1922 erscheint der Kriminalfilm "Dr. Mabuse, der Spieler", 1924 "Die Nibelungen" und mit "Metropolis" begründet Lang 1927 in Deutschland das Genre des Science-fiction-Films.
In den Kriminalfilmen "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" und "M - Mörder unter uns" von 1931 nutzt er das neue Medium des Tonfilms. Diese Filme sind realitätsnah und bedienen sich der Neuen Sachlichkeit
Mit Beginn der Naziherrschaft emigriert Lang nach Hollywood. Hier produziert er ab 1934 22 Filme, mehr als die Hälfte seines gesamten Oeuvres. Am 2. August 1976 stirbt Fritz Lang in Los Angeles.

 

Metropolis - "restaurierte Fassung" - begleitet auf der Orgel von Dirk Wüstenberg

am 17.02.2012 um 20.00 Uhr
in der Nikolaikirche Rostock



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