43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

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18. Rostocker Stummfilmnacht

Karl Valentin, der Sonderling

 

am 29.04.2011 um 21.00 Uhr
in der Nikolaikirche Rostock

 

 

Karl Valentin, der Sonderling 

 

Erstaufführung: 1929 in Deutschland, Stummfilm, s/w
Regie, Drehbuch: Walter Jerven
Kamera: Hans Karl Gottschalk
Produktion: Franz Osten, Walter Jerven, Union Film

 

Darsteller/ Rollen

Karl Valentin: Schneidergeselle
Paula Kuhn: Liesl Karlstadt
Truus van Aalten: Nichte Anna
Ferdinand Martini: Schneidermeister Kuhn

 

Inhalt

Der „Sonderling“ (Karl Valentin) – ist ein leidenschaftlicher Briefmarkensammler – der als Geselle bei Schneidermeister Kuhn arbeitet. Weil sich dessen Frau Paula (Liesl Karstädt) in Valentin verliebt, klebt sie ihm heimlich eine wertvolle Sondermarke ins Album. Der Geselle wird daraufhin als Dieb verhaftet. Die Verdächtigung verletzt den ehrenwerten Mann derartig, dass er mehrere Selbstmordversuche unternimmt. Aber alle scheitern aus technischen Gründen: der Strick ist zu kurz, das Wasser zu flach und das Gas gerade abgestellt... So geht die Geschichte nach vielen amüsanten Verwirrungen schließlich glimpflich aus.

Der deutsche Kabarettist, Komiker und Filmproduzent Karl Valentin war berühmt für seine groteske Körpersprache und wurde als "Wortzerklauberer" in Sketchen von Kurt Tucholsky oder Alfred Kerr gefeiert.

 

Biografie

Karl Valentin (Valentin Ludwig Fey) wurde als Sohn des Spediteurs Johann Christoph Fey und seiner Frau Maria Johanna am 4. Juni 1882 in München geboren. Valentin begann 1902 mit öffentlichen Auftritten als Komiker. Zu dieser Zeit arbeitete er noch in seinem Lehrberuf als Schreiner. Nach dem Tod des Vaters 1902 leitete er mit der Mutter das Speditionsgeschäft Falk und Fey, für das er 1906 Insolvenz anmelden musste.

Übertriebene Gestik, ulkige Wortspielereien und Slapsticks wurden zu seinen Markenzeichen. Der schwarze oft bittere Humor in seinen Stücken gründete in eigenen Erlebnissen und Erfahrungen.

Elisabeth Wellano wurde 1911 zu seiner Bühnenpartnerin „Lisl Karlstadt“.

Valentin war vom Medium Film begeistert und drehte neben der Produktion von Bühnenstücken rund 40 Filme. Im Ersten Weltkrieg gab er fast 120 Vorstellungen in Lazaretts.

Ab 1915 arbeitete Valentin immer wieder mit Berthold Brecht zusammen. Er parodierte dessen Stück "Trommeln in der Nacht" in den Münchner Kammerspielen. Von 1922 an trat der Komiker auch im Ausland auf. Sein erstes Gastspiel in Berlin 1923 wurde von Alfred Kerr und Kurt Tucholsky begeistert aufgenommen. 1931 eröffnete Valentin ein eignes Theater im Goethe-Saal in der Münchner Leopoldstraße.

Gegenüber dem NS-Regime nahm der Künstler eine skeptische Haltung ein. Seine 1939 eröffnet "Ritterspelunke", eine Mischung aus Panoptikum, Kneipe und Theater, musste geschlossen werden und einige seine Filme bekamen wegen „Elendstendenzen“ Aufführungsverbot.

Im Jahr 1943 entstand Valentins letztes Theaterstück "Familiensorgen". Aus wirtschaftlicher Not wurde er journalistisch tätig. Nach dem Krieg versuchte sich der Komiker vorerst mit dem Verkauf von selbst gebauten Haushaltsartikeln über Wasser zu halten.

1946 folgten Rundfunk- und Plattenaufnahmen. 1947 ein letzter gemeinsamer Auftritt mit Lisl Karlstadt. Der Künstler starb am 9. Februar 1948 in München an den Folgen von Unterernährung

Karl Valentin war mit Gisela Royes verheiratet und hatte zwei Töchter.

In den 1960er Jahren erfuhren seine Stücke ein viel beachtetes Comeback.

 

 

Karl Valentin, der Sonderling

am 29.04.2011 um 21.00 Uhr
in der Nikolaikirche Rostock



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