43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

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17. Rostocker Stummfilmnacht

Die Büchse der Pandore

 

am 18.02.2011 um 20.00 Uhr
in der Nikolai Kirche Rostock

 

Die Büchse der Pandora

 

Erstaufführung: 1929 in Deutschland, Stummfilm, s/w, Länge: 133 min

Regie: Georg Wilhelm Pabst, Drehbuch: Ladislaus Vajda nach Frank Wedekinds Theaterstücken "Erdgeist" (1898) und "Die Büchse der Pandora" (1903) Kamera: Günther Krampf, Musik: Timothy Brock Produktion: Seymour Nebenzahl, Nero-Film

 

Darsteller / Rollen

Louise Brooks: Lulu, Fritz Kortner: Dr. Peter Schön, Francis Lederer: Alwa Schön, Carl Goetz: Schigolch

 

Inhalt

Dem attraktiven Showgirl Lulu (Louise Brooks) liegen die Menschen zu Füßen. Auch der reiche Zeitungsverleger Dr. Schön kann ihrer erotischen Anziehungskraft nicht widerstehen. Lulu erzwingt eine Heirat mit ihm - aber die Ehe währt nur kurz. Noch in der Hochzeitsnacht wird der Verleger erschossen und Lulu verhaftet. Schöns Sohn Alwa befreit sie und gemeinsam  mit zwielichtigen Freunden fliehen die beiden nach Paris und London. Am Ende mittellos, verdingt sich Lulu als Prostituierte – bis zu ihrer folgenschweren Begegnung mit Jack the Ripper...

 

Georg Wilhelm Pabst machte aus dem vieldiskutierten Bühnenstoff von Frank Wedekind ein Meisterwerk der Filmgeschichte. Louise Brooks alias Lulu wird zum Zentrum des Films. Um ihre Figur kreist jede Bewegung - das erotische Begehren genauso wie die Geld- und Machtgier der anderen Protagonisten. Sie selbst positioniert sich nicht und agiert kaum  - damit wird sie zur Projektionsfläche für die Begierden ihrer Mitmenschen.

 

Biografie

Georg Wilhelm Pabst (geb. am 25. August 1885 in Raudnitz, Böhmen und gest. am 29. Mai 1967 in Wien), war ein österreichischer Filmregisseur. Er gelangte über das Theater zum Film. Sein erster großer Erfolg als Regisseur war der Film Die freudlose Gasse, 1925, mit Greta Garbo und Asta Nielsen. Pabst wird als einer der Hauptvertreter der Neuen Sachlichkeit im Film bezeichnet, ohne dass sein Werk je auf einen Stil festlegbar gewesen wäre. 1930 konnte er seinen ersten Tonfilm Westfront 1918 realisieren. Wegen seiner Antikriegshaltung löste der Film in Deutschland heftige Diskussionen aus. Mit den folgenden Filmen Die Dreigroschenoper und Kameradschaft zeigte Pabst noch deutlicher seine antimilitaristische Auffassung. Im Deutschland der NS-Zeit sah er deshalb anfangs kein Wirkungsfeld für sich. Er emigrierte in die USA. Im September 1939 wurde er bei einem Österreichbesuch vom Beginn des Zweiten Weltkrieges überrascht. Er durfte Deutschland nicht mehr ausreisen und erhielt Aufträge für Filme um historische Figuren der deutschen Geschichte. Mit ihren subtilen Propagandatendenzen sind diese Biopics heute als typisch für die zwischen 1933 und 1945 hergestellten Spielfilme zu betrachten. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der Regisseur nicht mehr an die Erfolge der Vorkriegszeit anknüpfen.

 

Die Büchse der Pandore

am 18.02.2011 um 20.00 Uhr
in der Nikolai Kirche Rostock



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