43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

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16. Rostocker Stummfilmnacht

am 11.12.2010 in der
Nikolaikirche Rostock

 

Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens

 

Erstaufführung: 1922 in Deutschland, Stummfilm, s/w, Länge: 96 min

Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, Drehbuch: Henrik Galeen, Kamera: Fritz Arno Wagner, Günther Krampf, Produktion: Enrico Dieckmann, Albin Grau – Prana Film

Darsteller/ Rollen

Max Schreck: Graf Orlok/Nosferatu, Alexander Granach: Häusermakler Knock, Gustav von Wangenheim: Thomas Hutter, Greta Wagner: Ellen Hutter

Inhalt

Im Auftrag eines Immobilienmaklers reist der  frisch verheiratete Thomas Hutter in die Karpaten. Hier verkauft er dem Grafen Orlok ein Haus in seiner Heimatstadt Wisborg. Mit der Pest an Bord segelt der vermeintliche Graf zu seinem neuen Besitz nach Wisborg. Er entpuppt sich als Vampir Nosferatu und lässt die Pest in der Stadt wüten. Erst das Liebesopfer von Hutters unschuldiger Frau kann ihn stoppen. Das Werk mit der hageren glatzköpfigen Gestalt des Nosferatu als grausige Hauptfigur geriet Friedrich Wilhelm Murnau zu einem der einflussreichsten Horrorfilme der Filmgeschichte. Die ausgeklügelte Bildkomposition, die schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers Max Schreck und das Spannungsfeld zwischen bravem Biedermeier und der dunklen Macht des Unergründlichen machten Nosferatu zu einem einem Kunstwerk mit Millionen Anhängern in aller Welt.

Die Stadtszenen von „Wisborg“ wurden in Wismar, Rostock, Lübeck und List (Sylt) gedreht. Die Aufnahmen der Burg des Grafen Orlok entstanden auf Schloss Oravsky in der Slowakei.

Biografie

Friedrich Wilhelm Murnau wurde am 28. Dezember 1888 als Friedrich Wilhelm Plumpe in Bielefeld geboren. Die Familie – der Vater war Textilfabrikant – galt als wohlhabend.

Nach der Schule studierte  Murnau zunächst Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft. In Berlin schreibt er sich als Schauspielschüler im  Max-Reinhardt-Seminar ein.1909 bricht er mit den Eltern, die seine Homosexualität nicht akzeptieren. Er benutzt seitdem das Pseudonym Murnau nach einem Ort in Bayern.

Ab 1913 verkehrt er mit expressionistischen Künstlern (Paul Zech, Franz Marc, Else Lasker-Schüler). Psychische Erkrankungen und Wahnvorstellungen beschäftigen ihn.

Als Soldat im Ersten Weltkrieg gerät Murnau 1917 in ein Schweizer Internierungslager und dreht hier propagandistische Filme. Nach Kriegsende entsteht 1919 in Berlin sein heute verschollener erster Spielfilm: "Der Knabe in Blau".

Den ersten Thriller - eine meisterhafte Inszenierung von Grauen und Angst - legt Murnau mit "Schloß Vogelöd" (1921) vor. Der Vampirfilm "Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens" (1921) macht ihn weltberühmt.

Zum Klassiker des deutschen Stummfilms wird sein Film "Der letzte Mann" (1924). Seine „entfesselte“ (erstmalig stativlose) und subjektive Kamera – welche die Sichtweise des Protagonisten einnimmt - erlaubt eine völlig neue filmische Erzählweise.

Ab 1926 arbeitet Murnau für das amerikanische Filmunternehmen Fox. Sein erster Hollywoodfilm "Sunrise" (1926/27) erhielt einen Oscar, aber der Erfolg beim breiten Kinopublikum blieb aus. Weitere Fox-Filme wie "Four Devils" (1928/29) und "Our Daily Bread" (1929/30) erhielten daher entsprechende Korrekturen seitens der Produktion.

Murnau verließ Hollywood enttäuscht, um 1930/31 auf Tahiti den Liebesfilm "Tabu" mit dem Dokumentarfilmer Robert Flaherty zu drehen. Nach der Fertigstellung nahm der finanziell angeschlagene Regisseur das Angebot eines Zehnjahresvertrags mit der Produktionsfirma Paramount Pictures an und kehrte nach Hollywood zurück.

Friedrich Wilhelm Murnau stirbt am 11. März 1930 in Santa Barbara / Kalifornien an den Folgen eines Verkehrsunfalls. 

 

am 11.12.2010 in der
Nikolaikirche Rostock

Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens



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