43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

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12. Rostocker Stummfilmnacht

12. Rostocker Stummfilmnacht

 

Safety Last! (Ausgerechnet Wolkenkratzer!)

 

Erstaufführung: 1923, USA Stummfilm, s/w, Länge: 78 min

Regie: Fred Newmeyer, Sam Taylor Drehbuch: Hal Roach, Sam Taylor, Kamera: Walter Lundin Schnitt: Thomas J. Crizer Produktion: Hal Roach

Darsteller/ Rollen

Harold Lloyd: Der Junge, Mildred Davis: Das Mädchen, Bill Strother: Der Freund, Noah Young: Polizist, Westcott B. Clarks: Abteilungsleiter, Mickey Daniels: Zeitungsjunge, Helen Gilmore: Kundin 

Inhalt

Um Karriere zu machen und „das Mädchen“ heiraten zu können, geht Harold Lloyd, „der Junge“, in die Großstadt. Obwohl er hier nur einen Job als kleiner Kaufhausangestellter findet, schreibt er seiner Braut regelmäßig Briefe mit erfundenen Berichten über seinen beruflichen Erfolg. Als sich seine Verlobte ankündigt, um den "erfolgreichen Geschäftsmann" zu besuchen, muss „der Junge“ mit Fassadenkletterei wortwörtlich seinen Hals riskieren, um in letzter Minute doch noch zu Geld zu kommen.

Harold Lloyd prägte mit Safety Last! die sogenannte »Thrill Comedy«, eine spannungsgeladene Komödie, in der atemberaubende (Kletter-)Szenen und darauf folgende Gags das Publikum in Atem halten. „Obwohl auf jeden Spannungsmoment rasch eine Lachnummer folgt, hält die Spannung doch lange genug an, um einem Mann jenes Schwindelgefühl zu vermitteln, das man verspürt, wenn man aus dem zwölften Stockwerk nach unten sieht,“ urteilte die New York Times.

Lloyds Szenen an der riesigen Wolkenkratzeruhr gehören zu den berühmtesten der Filmgeschichte. Fast immer sieht man ihn selbst an der tatsächlichen Fassade über den Straßen von Los Angeles baumeln - nur in wenigen Totalen ließ er sich doubeln. Netze sollten einen eventuellen Sturz auffangen. Lloyd gab später an, dass eine Puppe beim Testversuch glatt bis auf den Asphalt durchschlug.

Kaum jemand hat den Wolkenkratzer besser als das amerikanische Erfolgssymbol in Szene gesetzt als Harold Lloyd. Der Aufstieg seines Helden ist eine tatsächliche Gipfelbezwingung. Die Zeit spielt, überdeutlich in Szene gesetzt, den alles entscheidenden Faktor: Time is Money. (Quelle: (a)synchron) 

Kurzbiografie

Harold Lloyd  wird am 20.04.1893 in Burchard, Nebraska, geboren und starb am 8. März 1971 in Beverly Hills, Kalifornien. Ab seinem vierten Lebensjahr steht er auf der Bühne.

Ende 1917 beginnt die Erfolgsgeschichte seiner Filmfigur: Der freundliche junge Mann mit dem Strohhut und der runden Brille, dem es zwar an Geschick, nicht aber an Tatendrang mangelt.

Bis 1919 entstehen etwa einhundert Kurzfilme, danach beginnt Lloyd mit langen Filmen. Regisseur ist meist Fred Newmeyer, manchmal gemeinsam mit Sam Taylor. Seine 20 langen Filme werden begeistert aufgenommen, vor allem Safety Last! von 1923.

Während der Wechsel zum Tonfilm vielen Komikern schwer fiel, hatte Harold Lloyd damit keine Probleme. In "Filmverrückt" (1932) kommt er als Tölpel Harold Hall nach Hollywood und stellt die Kinometropole auf den Kopf. 1947 drehte Harold Lloyd mit Preston Sturges "Die Sünde des Harold Diddlebock“ (oder "Verrückter Mittwoch"), seinen letzten Film.

1952 erhält der Schauspieler, der zu den 36 Gründern der American Academy of Motion Pictures zählt, den Ehren-Oscar. Da er die Rechte an seinen Filmen behalten hat, erzielt er in den 60er Jahren mit der Fernsehvermarktung ein Vermögen. Er war seit 1923 bis zu seinem Tod mit Mildred Davis verheiratet, die auch seine Filmpartnerin war. Das Paar hatte drei Kinder.

 

12. Rostocker Stummfilmnacht

Safety Last! (Ausgerechnet Wolkenkratzer!)



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