43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

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10. Rostocker Stummfilmnacht

10. Rostocker Stummfilmnacht

 

Panzerkreuzer Potemkin, 1925, Sergej Eisenstein

 

Erstaufführung: 1925, UdSSR, Stummfilm, s/w, Länge: 69 min

Regie/ Schnitt: Sergej Eisenstein, Drehbuch: Nina Agadschanowa, Kamera: Wladimir Popow, Eduard Tisse. Produktion: Jakow Bljoch

Darsteller/ Rollen

Alexander Antonow: Grigori Wakulintschuk

Wladimir Barski: Kommandant Golikow

Grigori Alexandrow: Giljarowski

Nina Poltawzewa: Frau 

Inhalt

Die Handlung lehnt sich sehr frei an tatsächliche Ereignisse im russischen Revolutionsjahr1905 an. Weil sie fauliges Fleisch als Proviant bekamen, begannen die Matrosen des russischen Kriegsschiffs Knjas Potjomkin Tawritscheski gegen ihre zaristischen Offiziere zu meutern. Eine Kette von Ereignissen setzt einen Aufstand in Gang.

Aber die Geschichte des rund 80 Minuten langen Films tritt hinter der damals völlig neuen Technik der Attraktionsmontage zurück. Durch die Montage, d.h. durch die im Filmschnitt bestimmte Reihenfolge der Bilder, werden die Gedanken und Gefühle der Zuschauer zu einer bestimmten Schlussfolgerung gelenkt. Eisenstein zeigt, wie sich Montage bewusst nutzen lässt, um ideologisch auf die Zuschauer einzuwirken.

Panzerkreuzer Potemkin war ein Erfolg. Der Film fand beim russischen Publikum sofort großen Anklang. Auch Zuschauer und Kritiker im Ausland waren begeistert. Obwohl die Propaganda-Absicht offensichtlich war, traf der rasante harte Stil der Montage einen Nerv der Zeit. Eisenstein wurde als Regisseur weltbekannt und seine Attraktionsmontage tausendfach kopiert. Panzerkreuzer Potemkin wurde damit zu einem der einflussreichsten Werke der Filmgeschichte.

Biographie Eisenstein

Der 1898 geborenen und in großbürgerlichen Verhältnissen aufgewachsene Sergej Eisenstein meldet sich 1918 freiwillig zur Roten Armee. Er arbeitet dort zunächst als Karrikaturist. Nach Kriegsende setzt Eisenstein seine Karriere als Bühnenbildner fort. Mit 25 Jahren beginnt er eigene Filme zu drehen. Panzerkreuzer Potemkin bringt dem Künstler seinen internationalen Durchbruch als Regisseur. Dieser Film zählt heute genauso zu den Weltfilmklassikern wie Eisensteins Filme „Oktober“ und „Iwan der Schreckliche“. Mit der Attraktionsmontage begründete Eisenstein einen neuen revolutionären Gestaltungsstil im Film. Er wurde als Professor an das Moskauer Filminstitut berufen. Eisenstein starb 1948 in Moskau. Obwohl Stalin ihn persönlich ehrte, blieben einige seiner Schriften und Filme bis in die 60er Jahre unveröffentlicht.

 

10. Rostocker Stummfilmnacht

Panzerkreuzer Potemkin, 1925, Sergej Eisenstein



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