43. Rostocker Stummfilmnacht

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1929)

von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst

Musikbegleitung durch Alexander Kraut

am 16.12.2017 um 20:00 Uhr in der Nikolaikirche Rostock

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1. Rostocker Stummfilmnacht

1. Rostocker Stummfilmnacht

 

Dr. Mabuse – Der Spieler (Teil 1), 1921, von Fritz Lang

 

Erstaufführung: 27.04.1921 in Deutschland, Stummfilm, s/w, Länge: ca. 115 min

Regie: Fritz Lang

Drehbuch: Thea von Harbou

Nach dem Roman von: Norbert Jacques

Kamera: Carl Hoffmann,

Bauten: Otto Hunte, Erich Kettelhut, Carl Stahl-Urach, Karl Vollbrecht

Darsteller: Rudolf Klein-Rogge als Dr. Mabuse, Aud Egede Nissen als Cara Carozza, Gertrude Welcker als Gräfin Dusy Told, Alfred Abel als Graf Told, Bernhard Goetzke als Staatsanwalt von Wenk, Paul Richter als Edgar Hull, Forster Larrinaga als Spoerri, Hans Adalbert von Schlettow als Georg, Georg John als Pesch, Julius Falkenstein als Karsten

 

Inhalt

In dem 1921 entstandenen Streifen von Fritz Lang tritt uns mit Dr. Mabuse ein größenwahnsinniger Psychiater entgegen. Er strebt die Weltherrschaft an und entwickelt dafür einen verbrecherischen Plan. Eine Schar von hörigen Mitstreitern, die er mit hypnotischen Fähigkeiten in den Bann schlägt, hilft ihm. Mabuse benutzt sie solange, bis sie – für ihn wertlos - selbst zu seinen Todesopfern werden. Nur der mutige Staatsanwalt von Wenk stellt sich ihm entgegen und schafft es, seinen unheimlichen Fähigkeiten zu widerstehen.

Der Film spielt mit dem untergründigen Grauen. Rationalität und Vernunft versagen gegen die Verkörperung des Bösen und eine unheilvolle Stimmung breitet sich aus. Viele Kritiker sehen in dem Streifen eine Vorahnung der Machenschaften Hitlers und seiner Helfer.

Fritz Lang hat in Rudolf Klein-Rogge als Dr. Mabuse und in Bernhard Goetzke als Staatsanwalt von Wenk glänzende Schauspieler gefunden, die das Drehbuch von Thea von Harbou umsetzen. Die weltberühmte Anita Berben tritt in einer Nebenrolle als Tänzerin auf.

 

Fritz Lang

Am 5. Dezember 1890 wird Fritz Lang als Sohn des Architekten Anton Lang und dessen Frau Paula (geb. Schlesinger) in Wien geboren. 

In den Jahren 1921-1929 dreht Lang seine bedeutendsten Stummfilme. Er bedient sich dabei expressionistischer Stilelemente der Raumgestaltung und der Bildsprache, gleichzeitig thematisiert Lang immer wieder Fragen der Massenpsychologie und die Umsetzung von Zeitatmosphäre in seinen Filmen.

Der 1921 entstandene Stummfilm "Der müde Tod" etabliert Lang in der internationalen Filmwelt.  1922 erscheint der Kriminalfilm "Dr. Mabuse, der Spieler", 1924 "Die Nibelungen" und mit "Metropolis" begründet Lang 1927 in Deutschland das Genre des Science-fiction-Films.

In den Kriminalfilmen "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" und "M - Mörder unter uns" von 1931 nutzt er das neue Medium des Tonfilms. Diese Filme sind realitätsnah und bedienen sich der

Neuen Sachlichkeit

Mit Beginn der Naziherrschaft emigriert Lang nach Hollywood. Hier produziert  er ab 1934 22 Filme, mehr als die Hälfte seines gesamten Oeuvres. Am 2. August 1976 stirbt Fritz Lang in Los Angeles.

 

 

1. Rostocker Stummfilmnacht

Dr. Mabuse – Der Spieler (Teil 1), 1921, von Fritz Lang



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